22.01.14

Homophobie nicht mit christlicher Ethik vereinbar

Evangelische Frauen in Deutschland (EFiD) und Männerarbeit der Evangelischen Kirche Deutschland (MAEKD): Kirche muss für Respekt werben

Pressemitteilung

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In der Debatte um den in Baden-Württemberg geplanten Bildungsplan wünschen sich die Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD) und die Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (MAEKD) ein deutliches kirchliches Votum für die Vielfalt von Lebensformen. „Die Akzeptanz sexueller Vielfalt ist ein grundlegender Aspekt christlicher Ethik“, betont EFiD-Geschäftsführerin Eske Wollrad. Die stelle nicht die sexuelle Identität einer Lebensform in den Mittelpunkt, sondern frage beispielsweise nach Gerechtigkeit, Verbindlichkeit und Fürsorge in Beziehungen, so die promovierte Theologin.

„Diffamierende Äußerungen wie in der Kampagne Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens sind mit unserem Verständnis von christlichem Miteinander nicht vereinbar“, stellt EFiD-Vorsitzende Ilse Falk klar. „Die evangelische Kirche und ihre Leitungsgremien müssten sich deutlich von dieser Petition distanzieren“, fordert die ehemalige stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion.

Es gehe nicht darum, traditionelle Lebensformen abzuwerten. Schon die EKD-Orientierungshilfe Zwischen Autonomie und Angewiesenheit im vergangenen Jahr wurde von Teilen der Christinnen und Christen dahingehend gelesen. „Die Orientierungshilfe hat aber schlicht die Vielfältigkeit von Lebensformen dargestellt“, erläutert MAEKD-Hauptgeschäftsführer Martin Rosowski. Es gehöre zu den Aufgaben der Kirche, für diese Vielfalt zu sensibilisieren und ein Klima zu schaffen, das gegenseitigen Respekt und gegenseitige Unterstützung fördere.

Evangelische Frauen in Deutschland e.V. (EFiD)
Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (MAEKD)

Berliner Allee 9-11
30175 Hannover
Tel.: 0511 - 89768 120
Email: pressedontospamme@gowaway.evangelischefrauen-deutschland.de
www.evangelischefrauen-deutschland.de
www.maennerarbeit-ekd.de

Die Arbeitsgemeinschaft der Männerarbeit der EKD ist der organisatorische Zusammenschluss aller Einrichtungen für Männerarbeit in den Gliedkirchen der EKD.

Der Verband Evangelische Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) mit Sitz in Hannover ist als Dachverband die Stimme evangelischer Frauen in Kirche und Gesellschaft. Die EFiD fördert und unterstützt die Arbeit von und mit Frauen in kirchlichen Bezügen und ermutigt Frauen, in der heutigen Welt als Christinnen zu leben. Mit frauenspezifischer Kompetenz und Sicht setzt der Verband theologische, spirituelle, sozialdiakonische und politische Impulse. Zur EFiD gehören 38 Mitgliedsorganisationen mit insgesamt rund 3 Millionen Mitgliedern.