16.05.16

Bündnis begrüsst den Beschluss der badischen Synode zur Trauung von gleichgeschlechtlichen Menschen in eingetragener Lebenspartnerschaft

BKH zum Synodalbeschluss der badischen Landeskirche am 23. 4.2016



“Mit Freude haben wir vom Beschluss der badischen Landeskirche gehört, die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare nicht nur zu ermöglichen, sondern der Trauung heterosexueller verheirateter Paare gleichzustellen. Das macht uns Hoffnung für den Prozess, der durch die Überarbeitung der Trauagende auch in Württemberg in Gang kommen wird”, sagt die Sprecherin des Bündnisses Kirche und Homosexualität, Heidi Fritz.
Dass die kirchliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und die Rücksicht auf theologische Minderheitspositionen vereinbar sind, hat die Badische Landessynode auf ihrer Frühjahrstagung vom 19. bis 23. April 2016 deutlich gemacht. In einer nun auszuarbeitenden Lebensordnung “Trauung, Ehe und eingetragene Lebenspartnerschaft” werden Traugottesdienste für Paare, die in eingetragener Lebenspartnerschaft leben, den Traugottesdiensten für heterosexuelle verheiratete Paare gleichgestellt. Zugleich können Pfarrer/innen die Übernahme einer solchen Segnungsgottesdienstes aus Gewissensgründen verweigern, ebenso, wenn sie zu der Einschätzung kommen, dass eine solche Trauung in ihrer Gemeinde zu Verwerfungen führen würde, die das Miteinander gefährden. Möglich wurde ein solcher Schritt durch einen Studientag und intensive Debatten in Ausschüssen und im Plenum der Synode vorab. Nur in den Evangelischen Landeskirchen in Württemberg sowie in Sachsen ist derzeit eine Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ausgeschlossen.

Begründung Synodenbeschluss der badischen Landeskirche 26-4-2016