Aus dem Bündnis Kirche und Homosexualität (BKH) heraus hat sich die "Initiative Regenbogen" gegründet.

In ihr haben sich Kirchengemeinden zusammengeschlossen, die lesbische und schwule Gemeindeglieder willkommen heißen, die offen sind für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare und für Pfarrerinnen bzw.  Pfarrer, die mit ihrer Partnerin/ihrem Partner im Pfarrhaus leben wollen.

Kontakt zur "Initiative Regenbogen": initiativeregenbogendontospamme@gowaway.bkh-wue.de

 

Derzeit (Ende Juli 2019) sind fast 100 Gemeinden Mitglied.

Die Gemeinden, die der Initiative beigetreten sind und einer Veröffentlichung bereits zugestimmt haben, finden Sie auf dieser Karte:  www.bit.ly/2t9x9OP

 

Im März 2019 hat die Landessynode beschlossen, dass es künftig in 25% der Kirchengemeinden möglich sein soll, öffentliche Segnungsgottesdienste durchzuführen. Damit ist ein Ziel der Initiative Regenbogen zumindest teilweise erreicht.

Warum ist es trotzdem weiterhin wichtig, dass Kirchengemeinden der Initiative Regenbogen beitreten?

·         Wenn das Gesetz zum 01.01.2020 in Kraft tritt, werden die Gemeinden, die zur Initiative Regenbogen gehören, die ersten sein, an die der Oberkirchenrat den Antrag stellt zu klären, ob ihre Gottesdienstordnung entsprechend geändert werden kann.

           Weitere Informationen: https://www.elk-wue.de/31052019-segnung-fuer-gleichgeschlechtliche-paare-wie-es-weitergeht

·         Die Forderungen der Initiative gehen über die Segnung hinaus. Auch weiterhin ist es wichtig, deutlich zu machen, dass es viele Gemeinden in der Landeskirche gibt, die offen sind für Lesben und Schwule und für lesbische und schwule Pfarrer*innen, die zusammen mit ihrem/ihrer Partner*in im Pfarrhaus leben wollen. Diese Gemeinden werden durch den Beitritt zur Initiative sichtbar.

Die Initiative Regenbogen wächst stetig – bald werden es 100 Gemeinden sein. Seien Sie mit dabei!

 

 

 

Wie eine Kirchengemeinde sich der Initiative anschließen kann erfahren Sie in unserem Flyer

 Flyer als pdf

Juli 2016: Initiative Regenbogen gegründet - Übergabe der öffentlichen Erklärung auf der Landessynode

Pressemitteilung vom 9. Juli 2016 zur Übergabe :

Heilbronn. Die ersten 16 Kirchengemeinden zwischen Heilbronn und Tuttlingen überreichten am 9. Juli 2016 dem Landesbischof und der Präsidentin der Württembergischen Evangelischen Landessynode in Heilbronn eine öffentliche Erklärung:

„Wir sind offen

  • für Lesben und Schwule in unserer Gemeinde:
  • für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare
  • für Pfarrerinnen und Pfarrer, die mit ihrer Partnerin/ihrem Partner im Pfarrhaus leben wollen.

Für uns ist es selbstverständlich, dass Lesben und Schwule zur Kirchengemeinde gehören. Menschen unterschiedlicher Lebensformen und sexueller Identitäten sind willkommen!“

Für dieses Anliegen wurde jetzt die Initiative Regenbogen gegründet.

 „Auch wenn die Akzeptanz unterschiedlicher Lebensformen inzwischen in vielen Kirchengemeinden selbstverständlich ist, bleibt z.B. für Lesben und Schwule, die sich in der Gemeinde engagieren oder kirchlich heiraten bzw. sich segnen  lassen wollen, immer noch eine Unsicherheit. Das ist für die Paare und ihre Familien entwürdigend – und es spiegelt nicht mehr den Diskussionsstand in unseren Gemeinden wieder“, ist Kirchengemeinderätin Judith Quack von der Initiative Regenbogen überzeugt.

 Der Initiative gehören bisher 16 Kirchengemeinden aus sieben Dekanaten in drei Prälaturen an. Sie sind offen für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare, akzeptieren Pfarrer bzw. Pfarrerinnen, die mit ihrem Partner bzw. ihrer Partnerin im Pfarrhaus leben wollen, und betrachten lesbische bzw. schwule Gemeindeglieder als ein Teil einer großen Vielfalt.

 Dass dies auch im Jahr 2016 noch kein selbstverständliches Signal ist, macht Kirchengemeinderat Reiner Arnold deutlich: „Nur in ganz wenigen evangelischen Landeskirchen ist derzeit die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in einem öffentlichen Gottesdienst ausgeschlossen. Württemberg gehört hier zu den Schlusslichtern. Mit Freude haben wir vom Beschluss der badischen Landeskirche gehört, die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare nicht nur zu ermöglichen, sondern der Trauung heterosexueller verheirateter Paare gleichzustellen. Das macht uns Hoffnung für den Prozess, der auch in Württemberg in Gang kommen wird. Die Initiative Regenbogen leistet dazu einen Beitrag: Wir ermutigen andere Kirchengemeinden, sich uns anzuschließen, und fordern die Kirchenleitung auf, die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare sowie für das Zusammenleben von Pfarrerinnen und Pfarrer mit ihrer Partnerin/ihrem Partner im Pfarrhaus zu schaffen.“

Pressemitteilung als pdf

 Weitere Informationen und Kontakt zur Initiative Regenbogen auf der Homepage des Bündnisses Kirche und Homosexualität: www.bkh-wue.de/.